Multifamilientherapie (MFT) in der Jugendhilfe

In seiner Jugendhilfepraxis hatte Karl-Heinz Münch viel mit Familien im Kontext drohender oder aktueller Kindeswohlgefährdung zu tun und entwickelte bei dieser Arbeit großes Interesse am MFT-Konzept von Eia Asen. Die tragende Idee war, neue Arbeitskonzepte für Familien in herausfordernden Lebenslagen zu gestalten.

Der Referent stellt die Basiselemente sowie unterschiedliche Praxisprojekte der Multifamilientherapie. Er berichtet von seinen Erfahrungen mit dem MFT-Familienklassenzimmer und den Familiengruppen, die unter der Thematik der familiären Gewalterfahrungen und drohender Kindeswohlgefährdung zusammenarbeiten. Während dem Workshop wird es die Möglichkeit geben mit der Gruppe zu arbeiten und sich in Rollenspielen zu erproben.

Bedeutsame Aspekte in der MFT-Arbeit sind u. a.:

  • Auftragsklärung mit der Definition von Begriffen, wie z. B. „es gab einen Vorfall“
  • Ansprechen von „Alltagskleinigkeiten“ durch die Therapeut*innen und Lösungen für diese Situationen finden
  • Positiven Gruppendruck herstellen
  • Die Therapeut*innen sind bestrebt, „vom Steuerrad auf den Rücksitz zu gehen“.
  • Im Zwangskontext werden den Eltern unterschiedliche Verhaltensoptionen zur Wahl gestellt und sie werden darin unterstützt, die Konsequenzen der zu treffenden Wahl zu erarbeiten.
  • Väter werden in die Erziehungsaktivität gebracht.
  • Angedachter Zeitraum für die Dauer der Hilfe sind in der Regel 6–9 Monate
  • Die Gruppe ist offen – trotz häufigem Zwangskontext des Jugendamtes. Manche Familien verlassen nach erfolgreicher Arbeit die Gruppe – andere kommen neu hinzu.
  • Familienfreundliche Termine am Spätnachmittag
  • Ritualisierter Ablauf der wöchentlichen Gruppe – in der Regel immer verbunden mit einem gemeinsamen Essen oder Spiel

Karl-Heinz Münch ist Dipl. Sozialpädagoge, systemischer Familientherapeut, Supervisor, Referent in zahlreichen Weiterbildungen, Geschäftsführer der AGFJ Rhein-Neckar und langjähriger Praktiker in der aufsuchenden Familienarbeit.

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Steckbrief

Veranstaltungsort
Main-Tauber-Institut der Jugendhilfe Creglingen e. V.
Karte
Beginn/Uhrzeit
Montag, 03.11.2025
Beginn: 11:00
Ende: 16:45
Veranstalter
Main-Tauber Institut
Kosten

95,00 € inkl. Material und Tagesverpflegung

Anmeldung
Anmeldung

Multifamilientherapie (MFT) in der Jugendhilfe

Steckbrief

Veranstaltungsort
Main-Tauber-Institut der Jugendhilfe Creglingen e. V.
Karte
Beginn/Uhrzeit
Montag, 03.11.2025
Beginn: 11:00
Ende: 16:45
Veranstalter
Main-Tauber Institut
Kosten

95,00 € inkl. Material und Tagesverpflegung

Anmeldung
Anmeldung

Multifamilientherapie (MFT) in der Jugendhilfe - neue Arbeitskonzepte für Familien in herausfordernden Lebenslagen

In seiner Jugendhilfepraxis hatte Karl-Heinz Münch viel mit Familien im Kontext drohender oder aktueller Kindeswohlgefährdung zu tun und entwickelte bei dieser Arbeit großes Interesse am MFT-Konzept von Eia Asen. Die tragende Idee war, neue Arbeitskonzepte für Familien in herausfordernden Lebenslagen zu gestalten.

Der Referent stellt die Basiselemente sowie unterschiedliche Praxisprojekte der Multifamilientherapie. Er berichtet von seinen Erfahrungen mit dem MFT-Familienklassenzimmer und den Familiengruppen, die unter der Thematik der familiären Gewalterfahrungen und drohender Kindeswohlgefährdung zusammenarbeiten. Während dem Workshop wird es die Möglichkeit geben mit der Gruppe zu arbeiten und sich in Rollenspielen zu erproben.

Bedeutsame Aspekte in der MFT-Arbeit sind u. a.:

  • Auftragsklärung mit der Definition von Begriffen, wie z. B. „es gab einen Vorfall“
  • Ansprechen von „Alltagskleinigkeiten“ durch die Therapeut*innen und Lösungen für diese Situationen finden
  • Positiven Gruppendruck herstellen
  • Die Therapeut*innen sind bestrebt, „vom Steuerrad auf den Rücksitz zu gehen“.
  • Im Zwangskontext werden den Eltern unterschiedliche Verhaltensoptionen zur Wahl gestellt und sie werden darin unterstützt, die Konsequenzen der zu treffenden Wahl zu erarbeiten.
  • Väter werden in die Erziehungsaktivität gebracht.
  • Angedachter Zeitraum für die Dauer der Hilfe sind in der Regel 6–9 Monate
  • Die Gruppe ist offen – trotz häufigem Zwangskontext des Jugendamtes. Manche Familien verlassen nach erfolgreicher Arbeit die Gruppe – andere kommen neu hinzu.
  • Familienfreundliche Termine am Spätnachmittag
  • Ritualisierter Ablauf der wöchentlichen Gruppe – in der Regel immer verbunden mit einem gemeinsamen Essen oder Spiel

Karl-Heinz Münch ist Dipl. Sozialpädagoge, systemischer Familientherapeut, Supervisor, Referent in zahlreichen Weiterbildungen, Geschäftsführer der AGFJ Rhein-Neckar und langjähriger Praktiker in der aufsuchenden Familienarbeit.

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Gabriele Bachem-Böse

GABRIELE BACHEM-BÖSE


Leitung des Main-Tauber-Instituts


Riemenschneiderbrücke 6

97993 Creglingen

07933 9222-10 gabriele.bachem-boese@jugendhilfe-creglingen.de E-Mail schreiben