ZWISCHEN PROFESSIONALITÄT UND INTUITION

Pädagogische Beziehungen bergen ein riesiges heilsames Entwicklungspotenzial für die Kinder und Jugendlichen, stellen aber auch eine Gefahr für sie dar, wenn Pädagoginnen und Pädagogen ihre Macht missbrauchen und ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. In dieser Tagung  werden pädagogische Beziehungen auch unter ethischen Gesichtspunkten reflektiert und diese Reflexionen auf die Praxis bezogen.

Hauptvortrag von Claus Eurich: Homo Paedagogicus - zwischen Professionalität und Intuition
Kurzvorträgen - aus verschiedenen Blickwinkeln:

  1. „Homo paedagogicus“ - „Wie prägen Haltungen Methoden?" Vortrag Liz Nicolai
  2. „Homo paedagogicus“ – „Pädagogisches Beziehungshandeln zwischen Professionalität und Mitmenschlichkeit“ Vortrag Dr. Jan Volmer
  3. „Homo paedagogicus“ - „Mitmensch? Machtmensch? – Ist Pädagogik auch Bevormundung?“ Vortrag Michaela Herchenhan

Mittagspause

Workshops:

  • WS 1 Claus Eurich Zugewandte Kommunikation - Input und Übungen
  • WS 2 Michaela Herchenhan/Andreas Zech - Umgang mit paternalistischen/maternalistischen Neigungen - Was bietet die systemisch Sicht auf den pädagogischen Zwangskontext?
  • WS 3 Liz Niccolai Übungen für einen vollen HaltungsHandlungsKorb: in diesem WS üben wir an konkreten Fallbeispielen Methoden mit Haltungen und Haltungen mit Methoden zu verbinden. Ziel ist es, dass die TN einen gefüllten HaHaKorb mitnehmen, der - im Gegensatz zu einem Koffer - offen und einsehbar für jede/n - auch für die Klient*innen - ist.
  • WS 4 Jan Volmer Wie entwickelt sich Feingefühl? Im WS wird die Frage diskutiert und eine Idee entwickelt.

Der Tag endet in der gemeinsamen Zusammenschau und einem Resümee.

Im Anschluss an den öffentlichen Fachtag werden die Zertifikate an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Systemischen BeraterInnen Weiterbildung des WengerMühleCentrums übergeben.

REFERENTINNEN UND REFERENTEN

Prof. Dr. Claus Eurich, Kommunikationswissenschaftler, Ethnologe und Politologe. 1976 wurde er mit einer Arbeit über Politische Meinungsführer promoviert. 1979 habilitierte er sich mit einer Schrift über Kommunikative Partizipation und lehrte 42 Jahre lang in Dortmund und andernorts. Von 1976 bis 2017 hatte er die Professur für Kommunikation und Ethik am Institut für Journalistik der TU Dortmund inne. Er war wesentlich am Aufbau des Journalistikstudiengangs an der TU Dortmund beteiligt. Hauptlehr- und -forschungsgebiete sind Ethik, Kommunikationstheorien und Medientheorien, Kulturtheorien sowie Gewaltfreie Kommunikation und Friedensjournalismus. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen. Seine Interessensgebiete sind Ethik, Spiritualität und Kontemplation.

Michaela Herchenhan, Dipl. Sozpäd., systemische Familientherapeutin in freier Praxis, Expertin für systemische Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe, ehemaliges Vorstandsmitglied und ehemalige familienpolitische Sprecherin der DGSF, Gründerin der Fachgruppe Kinder- und Jugendhilfe (DGSF) und Initiatorin des Empfehlungssiegel für systemische arbeitende Einrichtungen

Prof. Dr. Liz Nicolai, Dekanin an der evangelischen Hochhochschule Ludwigsburg
Psychologie / Beratung von Familien, Kindern und Jugendlichen
Studiengangsleitung Masterstudiengang Diversity Management und Systemische Organisationsentwicklung

Dr. Jan Volmer, Diplompädagoge, Systemischer Therapeut und Berater (SG), Systemischer Supervisor und Coach (DGSF).

Andreas Zech, Dipl, Sozpäd., Systemischer Familientherapeut, Leitung WengerMühlerCentrum Bayern.

Organisation

Main-Tauber-Insitut
der Jugendhilfe Creglingen e. V.
Riemenschneiderbrücke 6
97993 Creglingen

Ansprechpartnerin:
Diana Waldmann

Tel.: (07933) 92 22 - 0
Fax: (07933) 92 22 - 29
mail@ main-tauber-institut.de

Zeit und Ort

04.05.2022
09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Kursaal Bad Mergentheim
Lothar-Daiker-Str. 2
97980 Bad Mergentheim

Kosten + Anmeldemöglichkeit

Die weiteren Daten werden hier in Kürze veröffentlicht!