Rückblick | Wozu wollen wir erziehen?

In turbulenten Zeiten – also quasi immer – wird die ganze Energie für die Bewältigung des Alltags benötigt. Es gibt immer gerade irgendetwas zu regeln, irgendeine Krise zu lösen, irgendein neues Angebot zu etablieren. Die Mühlen des Alltags mahlen und mahlen … sich dann auch noch die Zeit zu nehmen, um über die Stoßrichtung unserer pädagogischen Arbeit zu reflektieren, mutet fast schon luxuriös an. Dabei wäre es wichtig, von Zeit zu Zeit darüber zu sprechen, welche übergeordneten Erziehungsziele wir eigentlich verfolgen – und ob unsere pädagogische Arbeit tatsächlich diesen Zielen dient! 

Gehen unsere Bestrebungen nicht, wenn wir ehrlich sind, allzu oft in die Richtung, Gehorsamkeit einzufordern? Wenn ich Seminarteilnehmer/innen nach ihren liebsten Kinderbuch-Romanfiguren frage, wird Michel aus Lönneberga mit Abstand am häufigsten genannt, gefolgt von Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter. Alles Kinder mit reichlich Eigensinn, die wir gerade für diese Eigenschaft so lieben. Wie aber ginge es Michel, Pippi und Ronja in unseren Jugendhilfeeinrichtungen? Würden wir ihnen den Eigensinn schon austreiben?

Ich fand es sehr inspirierend, in Seminaren und Teamsitzungen über solche Fragen nachzudenken und zu diskutieren – vielleicht haben Sie ja auch Lust dazu und tragen damit dazu bei, trotz allen Alltagstresses die Metaperspektive auf unser Tun nicht zu verlieren.

Augenblick | Arbeitsbelastung

An dieser Stelle eine Ermunterung an alle, die sich mit ihrem ganzen Herzblut der Aufgabe verschrieben haben, in Windeseile Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzubauen und am Laufen zu halten. Das war und ist eine Herkulesaufgabe für die Jugendhilfe! Wo auch immer gerade Kollegen/innen die Kraft ausgeht: Es ist bewundernswert, was Sie bislang alles geschafft haben. Auch wenn es momentan hier und da wirklich nicht einfach ist und der Blick darauf verstellt sein mag: Die Arbeit ist Sinn-voll! Es gebührt Ihnen großer Dank und viel Anerkennung dafür, dass Sie sich dieser großen Aufgabe stellen.

Ausblick | Das Main-Tauber-Institut geht aus und lädt ein

Nein, nicht die Lichter des MTI gehen aus, sondern die Weiterbildung „Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung“!

Wir bekommen reichlich Anfragen von Jugendhilfeeinrichtungen, ob wir das Curriculum auch als Inhouse-Veranstaltung anbieten können, ein erster Kurs hat vor einiger Zeit in der Oberpfalz begonnen. In 2018 werden ein bis zwei weitere Kurse hinzukommen, und auch bei uns „zu Hause“ in Creglingen wird ein neuer Kurs angeboten, für den sich ab sofort angemeldet werden kann.

Ansonsten nehmen wir eine Kursreihe von Michel Ebert in unser Programm auf, in der er in die heilpädagogische Theorie und Praxis einführt und wir veranstalten künftig 2 Thementage im Jahr, zu denen wir insbesondere regionale Fachkräfte herzlich einladen. Einen großen Fachtag werden wir dann im Frühjahr 2019 wieder veranstalten. Bis dahin ist aber noch ein bißchen Zeit .. lassen Sie es sich gut gehen!

Wir sind ansprechbar und freuen uns auf Sie.                                                                    

Mit herzlichen Grüßen
Dr. phil. Jan Volmer

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