Kultur- und Migrationssensibler Kinderschutz

Familien mit Migrationshintergrund sind – so zeigen repräsentative Ergebnisse des Modellprojekts „Migrationssensibler Kinderschutz“- nicht häufiger und nicht seltener von einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung betroffen als Familien ohne Migrationshintergrund. Sie sind aber aufgrund des hohen Anteils von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an der altersgleichen Bevölkerung zu einer quantitativ bedeutsamen Zielgruppe im Kinderschutz sowie in der Kinder- und Jugendhilfe geworden. Zudem stellen sich für Fachkräfte mitunter spezifische Herausforderungen in der Umsetzung des Kinderschutzauftrags in  und mit Familien mit Migrationshintergrund.
Grundlage eines gelingenden Kinderschutzes ist eine auf Verstehen basierende Zusammenarbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen. Um das Verstehen von Familien mit Migrationshintergrund zu erleichtern, können kultur- und migrationsspezifische Wissensbestände als „Landkarte“ herangezogen werden – um Hypothesen zu bilden, um Gespräche mit Eltern, Kindern und Jugendlichen zu strukturieren und um die eigene Perspektive zu reflektieren.

Im Mittelpunkt des Fachtages steht deshalb das kultur- und migrationssensible Fallverstehen im Kontext des Kinderschutzes. Dieses zielt darauf ab,  kultur- und migrationsspezifische Aspekte neben anderen relevanten Einflussgrößen in den Blick zu nehmen, mit den Familien zu thematisieren und hierüber die hinter dem Handeln liegenden Beweggründe der Familienmitglieder herauszuarbeiten, um zieldienliche Ansatzpunkte der Unterstützung und des Schutzes von Kindern und Jugendlichen herauszustellen. Auch Ergebnisse des Modellprojekts „Migrationssensibler Kinderschutz“ werden vorgestellt.
Ziel des Fachtags ist die Reflexion des eigenen fachlichen Handelns, der zugrundeliegenden Prämissen sowie das Herausarbeiten von Ansatzpunkten zur Weiterentwicklung der praktischen Arbeit in den verschiedenen Regionen. Dies soll über zwei inhaltliche Inputs, Übungen zur Selbstreflexion, Austausch über Erfahrungen aus der Praxis der Teilnehmenden sowie über Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung kultur- und migrationssensiblen Handelns im Kinderschutz erreicht werden.

Geplanter Ablauf

09:00 – 09:30 Uhr |  Brezelfrühstück

09:30 – 09:45 Uhr |  Begrüßung
09:45 – 10:30 Uhr |  Gemeinsamer inhaltlicher Einstieg
                                             (Differenzierungsübung)
10:30 – 11:30 Uhr |  Kultursensibles Fallverstehen (Input)

11:30 – 11:45 Uhr |  Pause (mit Übergang in die AG-Phase)

11:45 – 12:30 Uhr |  Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze in
                                             der praktischen Arbeit (Kleingruppen)
12:30 – 12:50 Uhr |  Einblicke in die Diskussionen in den Kleingruppen

12:50 – 13:45 Uhr |  Mittagspause

13:45 – 14:15 Uhr |  Gemeinsamer Einstieg – Übung („Mitte der Gesellschaft“)
14:15 – 15:15 Uhr |  Migrationssensibles Fallverstehen (Input)

15:15 – 15:30 Uhr |  Pause (mit Übergang in die AG-Phase)

15:30 – 16:30 Uhr |  Transferphase: Umsetzung von Kultur- und
                                             Migrationssensibilität in der eigenen (Zusammen-)
                                             Arbeit (landkreisbezogene Kleingruppen)
16:30 – 17:15 Uhr |  Transferphase: Bericht aus den Kleingruppen | Abschluss

VERANSTALTER

Forum Jugendhilfe der Region Heilbronn-Franken

Termin + Kosten

05.06.2019
09:30 – 17:15 Uhr

55,00 €/Teilnehmer
(Anmeldeschluss: 15.05.2019)

Veranstaltungsort

STAUSEEHALLE MULFINGEN
74673 Mulfingen

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